Keratoplastik

Was versteht man unter dem Begriff Keratoplastik?

Eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) ist eine Operation der Hornhaut (Cornea), bei der entweder erkranktes Hornhautgewebe durch geeignetes Spendermaterial ersetzt wird (Transplantation) oder durch lokalisierte physikalische Einwirkung auf Hornhautgewebe eine Veränderung der Hornhautbrechkraft angestrebt wird, beispielsweise um Fehlsichtigkeiten zu reduzieren.
Jede Veränderung der Transparenz der Hornhaut führt zu einer Verschlechterung des Sehvermögens. Sind einmal Eintrübungen vorhanden, bilden sie sich in der Regel nicht mehr zurück. Es hilft nur noch der Austausch gegen eine gesunde, klare Hornhaut.
In Deutschland werden jährlich etwa 3000 bis 4000 Hornhauttransplantationen durchgeführt. Tausende von Menschen warten trotzdem auf den Ersatz für ihre erkrankte Hornhaut, weil der Bedarf etwa doppelt so hoch ist. In Österreich werden mehr als 600 Hornhäute transplantiert. Die Koordination von Empfänger- und Spendereigenschaften übernimmt die Hornhautbank.